Die Mampen

Rock Band

Die Mampen machen Hard-Core-Multikulti-Musik: Rock’n’Roll und Rembetiko, Calypso und Klezmer, Swing, algerische Chaabi und türkische Schnulzen. Dabei erzählen sie die Geschichten der Songs und ihrer Interpreten, unglaubliche aber wahre Geschichten, teils urkomisch, teils zum Weinen, erzählt wie einst Dario Fo mit seinen Mistero-Buffo-Monologen. Bei den Mampen geht es jedoch nicht um Päpste, sondern um Starlegenden wie den schwulen türkischen Sänger Zeki Müren oder Menschenrechtsaktivist Harry Belafonte.

Einer der Highlights ihres Programmes ist die Geschichte des kürzlich verstorbenen Swing-Gitarristen und KZ-Überlebenden Coco Schumann. Um der Verhaftung bei Gestapo-Razzien in Berliner Nachtclubs der 30er Jahre zu entgehen, KZ-Auschwitz zu überleben, um sich in Australien über Wasser halten zu können und beim ersten Wahlkampf von Willi Brandt musste er immer ein- und dasselbe Lied spielen: „La Paloma“. Schumann erzählte dieses Dilemma seines Lebens um den bekannten Schlager dem Mampen-Frontman Nedim Hazar bei einem Interview vor einigen Jahren. Die Musik der Mampen ist konsequent mehrsprachig; Deutsch, Englisch, Jiddisch, Türkisch, Griechisch, Kurdisch, Italienisch, Arabisch und Spanisch. Aber das scheint ja das Selbstständigste der Welt zu sein, wenn man einmal in die Welt der Mampen eintaucht.

Gefördert durch

Gefördert durch die Initiative Musik gemeinnützige Projektgesellschaft mbH im Rahmen von Neustart Kultur mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

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